Krankheitsverlauf des Keratokonus

Etwa einer von 2000 Menschen leidet an einem Keratokonus. Für die Bundesrepublik Deutschland ergibt sich daraus eine Gesamtzahl von etwa 40.000 Betroffenen. Meistens tritt der Keratokonus zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf. Er kann sich aber auch früher oder erst später bemerkbar machen.

Da der Keratokonus zu den seltenen Krankheiten gehört, wird er im Anfangsstadium oft nicht erkannt und ist bei der Diagnose bereits weiter fortgeschritten. Die Hornhautverkrümmung beginnt meist einseitig, betrifft aber im ihrem weiteren Verlauf beide Augen. Die Betroffenen sind in den meisten Fällen kurzsichtig. Als erstes Anzeichen für einen Keratokonus kann sprechen, dass sich das Sehvermögen trotz Sehhilfe stetig verschlechtert. Des Weiteren können Schatten oder Schlieren das Sehen beeinflussen.

Zu Beginn können der Keratokonus und die zunehmende Hornhautverkrümmung, die er verursacht, noch mit einer Brille ausgeglichen werden. Manche Patienten besitzen dafür mehrere Brillen mit unterschiedlichen Sehstärken.

Ist der Keratokonus in einem fortgeschrittenen Stadium, reichen Brillen oftmals nicht mehr aus, Patienten bekommen dann speziell angefertigte Kontaktlinsen. In vielen Fällen reichen diese zum Ausgleich der Fehlsichtigkeit aus.

Es gibt als alternative Behandlungsmöglichkeit im Frühstadium des Keratokonus die Möglichkeit einer Crosslinking-Behandlung, eine Behandlungsform, mit der der Keratokonus zwar nicht geheilt, aber sehr oft aufgehalten werden kann.

Ist der Keratokonus so weit fortgeschritten, dass die harten Kontaktlinsen nicht mehr ausreichen, kann das Sehen nur noch durch eine Hornhauttransplantation (Keratoplastik) verbessert werden.

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